Nichts für zart besaitete 8 Jährige – es knackte hier und da, hier zog ich die Haut runter, da brach ich ein Gelenk… Nein, nein, ich tat nichts, wofür ich strafrechtlich verfolgt werden könnte. Ich zerlegte lediglich ein Schwarzfederhuhn in seine Einzelteile. Und für jemanden, der das noch nie gesehen hat, ist das eine eher ungewöhnliche Sache. Vor allem für junge Grundschüler und noch mehr für Grundschülerinnen, die teilweise nur die Flügel direkt mit einem Huhn assoziieren. Auf dem Speiseplan stand ein Hühnerfrikassee mit Erbsen, Champignons und Reis, dazu einen Tomatensalat mit Vollkorncroutons. Als Dessert gab es dieses Mal nichts Selbstgemachtes, sondern einen Check über 3000,- Euro von einem sehr netten Ehepaar aus München.. aber dazu später mehr.
Wie schon erwähnt, sollte es ein Hühnerfrikasse geben. Da wir jedoch während des Unterrichts nicht die Zeit hatten, das Huhn im Ganzen zu kochen (wie man es von zu Hause kennt), haben wir uns dafür entschieden, das Huhn auszulösen, klein zu scheiden und zu braten um damit das Frikassee anzusetzen.
Nachdem das Huhn fast zerlegt war, kam auch schon der angekündigte Besuch. Ein nettes Ehepaar aus Grünwald, die von den Kindern in der Grundschule und diesem Projekt gehört hatten und bereits eine großzügige Spende auf das Konto der Grundschule eingehen ließ. Sie waren überdies von der Idee so angetan, dass sie einmal mit reinschauen wollten. Gesagt getan. Sie unterhielten sich ein wenig mit den Kindern und natürlich auch mit uns. Nachdem das Hühnerfrikassee, der Reis und der Tomatensalat samt Croutons fertig waren, aßen wir wie immer zusammen. Anschließend wurde – zu unserer großen Freude – der Grundschule der anfangs erwähnte Check überreicht, der es uns möglich macht, dieses Projekt auch im kommenden Schuljahr weiterzuführen.
Solche Menschen braucht das Land.
An dieser Stelle einen großen Danke an die Spender!
Euer Vincent
