sumatra – Palmenöl

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Schultagebuch – Hühnerfrikassee

Nichts für zart besaitete 8 Jährige – es knackte hier und da, hier zog ich die Haut runter, da brach ich ein Gelenk… Nein, nein, ich tat nichts, wofür ich strafrechtlich verfolgt werden könnte. Ich zerlegte lediglich ein Schwarzfederhuhn in seine Einzelteile. Und für jemanden, der das noch nie gesehen hat, ist das eine eher ungewöhnliche Sache. Vor allem für junge Grundschüler und noch mehr für Grundschülerinnen, die teilweise nur die Flügel direkt mit einem Huhn assoziieren. Auf dem Speiseplan stand ein Hühnerfrikassee mit Erbsen, Champignons und Reis, dazu einen Tomatensalat mit Vollkorncroutons. Als Dessert gab es dieses Mal nichts Selbstgemachtes, sondern einen Check über 3000,- Euro von einem sehr netten Ehepaar aus München.. aber dazu später mehr.

Wie schon erwähnt, sollte es ein Hühnerfrikasse geben. Da wir jedoch während des Unterrichts nicht die Zeit hatten, das Huhn im Ganzen zu kochen (wie man es von zu Hause kennt), haben wir uns dafür entschieden, das Huhn auszulösen, klein zu scheiden und zu braten um damit das Frikassee anzusetzen.

Nachdem das Huhn fast zerlegt war, kam auch schon der angekündigte Besuch. Ein nettes Ehepaar aus Grünwald, die von den Kindern in der Grundschule und diesem Projekt gehört hatten und bereits eine großzügige Spende auf das Konto der Grundschule eingehen ließ. Sie waren überdies von der Idee so angetan, dass sie einmal mit reinschauen wollten. Gesagt getan. Sie unterhielten sich ein wenig mit den Kindern und natürlich auch mit uns. Nachdem das Hühnerfrikassee, der Reis und der Tomatensalat samt Croutons fertig waren, aßen wir wie immer zusammen. Anschließend wurde – zu unserer großen Freude – der Grundschule der anfangs erwähnte Check überreicht, der es  uns möglich macht, dieses Projekt auch im kommenden Schuljahr weiterzuführen.

Solche Menschen braucht das Land.

An dieser Stelle einen großen Danke an die Spender!

Euer Vincent

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EU-Saatgutrecht

“2013 wird das EU-Saatgutrecht überarbeitet. Die Industrie betreibt Lobbying für Gesetze, die kleine Samenhändler, Baumschulen, bäuerliches Saatgut und die Sortenvielfalt gefährden.”

In einer Zeit, in der wir uns endlich wieder abwenden von der sogenannten Avantgarde Küche (die mit Hilfe von Pülverchen Lebensmittel stellenweise bis zur Unkenntlichkeit entstellt) und uns wieder hin bewegen, zu einer Art der Ernährung, wie auch Kochkunst, die näher am Produkt und am Ursprung ist, kommt das EU-Parlament und möchte verbieten, was seit Jahrtausenden legal ist: Den Austausch von Pflanzensamen. Auch alter Sorten, die mehr und mehr von der Bildfläche verschwinden. Aus dem für mich nicht nachvollziehbaren Grund, alles gleichzuschalten und die Wege frei zu machen für Monsanto und Co. Die Anzahl von Landwirten, wie auch privaten Personen, die nach Gemüse und Obstsorten suchen, die in ihrem Geschmack etwas Besonderes haben und sich damit von ihren Kollegen differenzieren, wächst stetig. Gerade für mich als Koch ist es immer etwas Besonderes, ein Gemüse oder Gewürzkraut wieder zu entdecken um unseren Gästen ein unvergleichliches Geschmackserlebnis zu bescheren.  Doch diese Möglichkeit soll mir und den Gästen nun vom EU-Parlament genommen werden.

Dagegen muss man etwas unternehmen!!!

Unterschreibt jetzt die Petition:

https://helfen.global2000.at/de/node/19.%20Petition%20unterschreiben

Hier der ursprüngliche Artikel zum Thema

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/04/23/eu-will-anbau-von-obst-und-gemuese-in-gaerten-verbieten/

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Schultagebuch – Linseneintopf / Halbjahresresümee

Wir konnten im Vorfeld schon erahnen, dass wohl die Wienerwürstchen das Beste an unserem Linseneintopf werden würden -  dass aber der gesamte Linseneintopf so gut ankam, damit hatten wir nicht gerechnet.

Jedoch war der Weg dahin sehr ermüdend. Weniger für uns, als für die Kinder. Schon wieder Zwiebeln schälen und würfeln. Und dann die Kartoffeln. Das gleiche Spiel mit Karotten und Sellerie. Ach sind wir gemein. Aber es zeigt sich allmählich deutlicher, dass Übung den Meister macht. Immer schneller kommen wir zum Ziel. Bisweilen müssen wir sogar noch kleine Schneideübungen hinzufügen damit die Kinder ständig beschäftigt sind. Auch das Tischdecken klappt von mal zu mal besser. Vielleicht sollten wir einen Zahn zulegen…

Als Dessert gab es dann etwas, was jedes Kind zum Lächeln bringt. Milchreis mit Zimt und Zucker. Obwohl es kein Gericht von hohem Schwierigkeitsgrad ist, mussten die Kinder lernen, dass man nicht in der Weltgeschichte rumschauend neben dem Kochtopf stehen kann… ja, Reis kann ansetzen (zum Glück ist er nicht schwerwiegend angebrand) also war alles noch im grünen Bereich – und der Milchreis weiß und lecker.

Kleines Resümee des ersten Halbjahres:

Allen scheint es zu schmecken, wenn auch nicht immer alles. Es wird jedoch offenherziger probiert als noch vor einem halben Jahr. Desweiteren können wir mit der Lernbereitschaft und Umsetzung unserer Anforderungen  mehr als zufrieden sein. Stetig wachsendes Interesse ist unser ständiger Antrieb und die Bestätigung dafür, das Richtige zu tun und auf dem besten Wege zu sein, etwas zu erreichen respective etwas zu verändern -  wenn auch nur im kleinen Stile.

Euer Vincent

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Schultagebuch – Spinat & Popeye

Vor einigen Wochen kochten wir im Unterricht eine meiner liebsten und einfachsten Gerichte – Spiegelei mit Spinat und Kartoffeln. Leider traf der Spinat, wie jedoch erwartet, nicht so ganz den Geschmack der Kinder. Mit dem Glotzauge – besser bekannt als ‘Popeye’ – brauchten wir den Kindern gar nicht erst zu kommen. Diese Generation kann damit nichts mehr anfangen. Wobei mir die Frage kam, mit welchem Trickfilm respektive Phantasie-Figuren man Kindern heutzutage zu einer gesunden Ernährung bzw. zu Spinat oder Ähnlichem bewegen könnte. Mir kam leider keine Idee…… Spiderman vielleicht???

Was die Kinder hingegen sehr faszinierte, war das Braten der Eier. Vielmehr das Bratgeräusch auf dem Kochtisch. Es erinnerte etwas an ein zuendegehendes Lagerfeuer, dessen Kampf ums Überleben sich nur noch im Knistern äußert. Eine sehr romantische Vorstellung, die die Kinder in ihren Bann zog. Uns zum Vorteil – es herrschte angenehme Ruhe!

Das Aufschlagen und Wenden der Eier brachte hingegen ein paar Probleme mit sich: Es wurde sich stellenweise um das Aufschlagen der Eier zu drücken versucht. Wir wussten nicht, ob die Angst, das Ei aufzuschlagen, in der Konsistenz der Flüssigkeit, die einen erwartet, begründet ist oder schlichtweg die Angst zu kleckern, da man das zu Hause vielleicht nicht durfte. Gegen die Konsistenz können wir beim besten Willen nichts unternehmen, aber kleckern ist bei uns erlaubt, frei nach dem Motto: „Kleckern nicht klotzen“. Wobei das Kleckern natürlich die anschließende Reinigung impliziert.

Aber auch das ist mittlerweile kein Problem mehr. Nur Richtung Pause versucht man sich mehr und mehr davor zu drücken. Aber das wird auch noch…

Euer Vincent

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Schultagebuch – Fischstäbchen

Nach den Weihnachtsferien ging es am Montag wie gewohnt mit dem Unterricht weiter. Da man über die Feiertage in der Regel hauptsächlich mit essen – und hier insbesondere mit dem essen von Fleisch – beschäftigt ist, dachten wir uns, versuchen wir den Kindern frischen Fisch schmackhaft zu machen.

Im Normalfall essen Kinder Fisch nicht sonderlich gern. Genau aus diesem Grund werden für sie Fische filetiert, in großen Blöcken schockgefroren zurecht gesägt, in eine knusprige Panade aus Mehl, Stärke, Wasser und Paniermehl gepackt und vorfrittiert – allgemein bekannt als Fischstäbchen. Und welches Kind isst  nicht gern Frittiertes?

Vom Prinzip her eine Art und Weise, die für das Fischfilet relativ schonend ist. Doch leider verliert das Kind völlig den Bezug zum Fisch als Lebewesen. Ein Fisch ist nicht rechteckig und goldgelb und um genau das zu demonstrieren haben wir dieses Mal Seelachsfilet selbst paniert.  Eigentlich eine ganz einfache Sache, die kein großes Know-how erfordert, den Kindern großen Spaß macht und man ganz einfach zu Hause nachmachen kann. Dazu gab es Kartoffelpüree (auch etwas mit dem man Kinder überzeugen kann) und Mischgemüse, bestehend aus frischen Karotten, Blumenkohl und Erbsen. Letzteres kam leider nicht so gut bei den Kindern an, aber zumindest wissen sie jetzt, wie man ein Mischgemüse, in der Regel aus dem Tiefkühler oder aus der Dose, auch mal selbst machen kann.

Als Dessert gab es Crêpes gefüllt mit Mandarinen und Birnen.

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Schultagebuch – Weihnachtsbäckerei

SAMSUNGIn der Weihnachtsbäckerei…

So kurz vor Weihnachten bietet sich natürlich nichts besseres an, als mit Kindern zu backen. Da vor Weihnachten nur noch einmal Unterricht war, beschlossen wir, mit der kompletten Klasse zu backen. Was für uns bedeutete 17 Kinder zu koordinieren – statt sonst 8 oder 9. Dafür war jedoch eine Lehrerin zusätzlich als Verstärkung dabei. Neben den diversen Plätzchen stand noch eine Weihnachtsmarmelade für die Sponsoren auf dem Plan.

Wir teilten die Klasse in 4 Gruppen auf. Die eine legte schon mal damit los, den von uns vorbereiteten Plätzchenteig auszurollen und auszustechen. Die zweite Gruppe machte die Marmelade, die Dritte zuerst die Weihnachtsmuffins, dann die Gewürzplätzchen und die vierte Gruppe war ganz gut mit den Vanillekipferln beschäftigt. Es erschien mir, als wären wir noch nie unvorbereiteter in einen Unterricht gegangen. Aber es lief alles super. Wir kamen uns vor, wie in einer Plätzchenmanufaktur – das Backrohr lief unentwegt.

Wir hatten alle Hände damit zu tun, die Kinder mit Arbeit zu versorgen. Ständig kam eines und fragte: „Was soll ich denn jetzt machen?“   Ja, sie sind mittlerweile recht fix geworden.

Aber zum Glück hatten wir genug Teig für alle und noch einen Joker in der Tasche: Bratapfelspieße mit Vanille, gemahlenem Ingwer und Zimt. Doch auch die Spieße waren relativ schnell fertig. Glücklicherweise ging der Unterricht zu diesem Zeitpunkt bereits dem Ende zu.

Der gesamte Teig war zu Plätzchen verarbeitet, der Raum ähnelte wieder dem vorherigem Zustand und die Marmelade war abgefüllt. Zum Schluss verabschiedeten sich die Kinder von uns, wünschten ein frohes Fest und einen guten Rutsch und übergaben uns noch ein kleines Tannenbäumchen, eingesäumt in einem selbstgefilzten Mantel, der nun mein Wohnzimmer verschönert.

Euer Vincent

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